Stellt man Modefotos her, besteht das Arbeitsergebnis, in der Regel aus Sets. Bei mir waren das in der Regel 200-300 Einzelaufnahmen, von einer Einstellung. Ich kenn allerdings auch Fotografen die auch gerne mal 2000 Bilder pro Set ballern.
Diese Sets spiegeln in der Regel den Bewegungsablauf des Models während den Aufnahmen wieder und lassen so für den Betrachter einen Blick durch die Kamera des Fotografen zu, der bei weitem mehr zeigt, als das eine finale Foto. Als Film zusammenmontiert, versetzt es einen sozusagen in’s Auge des Fotografen und zeigt, je nach Arbeitsweise, den “Tanz” zwischen Fotograf und Model oder den “Tanz” des Models vor dem Fotografen, der sich während des Shootings abgespielt hat.
Achtung Jugendverbot. Dieser Film ist leider erst ab 18, wer den Link anklickt muss daher mindesten 18 Jahre alt sein!
Allerdings ist so ein Film nur machbar, wenn… da eben nicht jede Menge Ausschuss in den Sets enthalten ist. Ausschuss sind Bilder, die wegen eines blöden Gesichtsausdrucks, eines Liedschlags oder auch einfach weil sie nicht vorteilhaft getroffen sind, nicht zu verwenden sind. Während meiner Zeit als Mode- und Modelfotograf, habe ich doch einige Models fotografiert, so dass ich ca. 100.000 Fotos, in Sets, im Archiv liegen habe, aber die wenigsten davon waren dazu im Stande, ein Posingrepertoire abzurufen, das Sets liefert, welche zur Herstellung eines solchen Films benötigt werden. Wenn man von einem Model nur jedes 30ste Bild brauchen kann, wird’s nämlich leider nix mit der Bewegung. Was allerdings nichts über die Qualität eines Models generell aussagt, denn auch wenn man von einem Model pro Set immer nur ein paar wenige Bilder brauchen kann und die sind dafür aber richtig gut, ist das Model natürlich auch super, denn in der Regel reicht ja “das Eine” pro Set, oder ein paar wenige um dem Kunden eine Auswahl vorlegen zu können. Der Rest verschwindet normalerweise für immer in irgendeiner Ablage, wenn nicht jemand Jahre später auf die Idee kommen würde einen Film draus zu machen…
Beim durchforsten meines Archivs nach brauchbaren Material war ziemlich schnell klar, dass die brauchbarsten Sets nicht von Fashion Models waren, sondern von Glamourgirls. Von den allermeisten Mädels, waren von so einem Set aus ca. 250 Bildern etwas 30-50 Bilder verwendbar, das ergibt maximal 2 sec. Film, also nicht zu verwenden. Dann gibt es noch die, bei denen zwar theoretisch 150 Bilder zu verwenden wären, aber keine Bewegung stattfindet, also auch Nichts. Die mit Abstand besten Sets, sind von den Porn-girls Milli Jay, Anetta Keys und deren Freundinnen, die wir als Jugendfreie Version, für die deutsche FHM in Prag geschossen haben und die auf 200 bis 300 Bildern pro Set, zum Teil nicht ein einziges Ausschussbild enthielten und die hatten es ganz nebenbei noch drauf, sich dabei auszuziehen. Von Anetta Keys, gibt es ein Set mit über 800 Fotos komplett ohne jeden Ausschuss, noch nicht mal einem Liedschlag. Daher habe ich mich dazu entschlossen, dann den Film eben in einer nicht jugendfreien Version(FSK18), zu machen.