Sind generell nicht ganz einfach unter einen Hut zu bekommen, das gilt für Photoshop ebenso wie für After Effects,…
…denn Texte sind Vektoren und Lichteffekte sind meistens Rendereffekte, die grundsätzlich nur auf Bitmaps anwendbar sind.
Will man einen Lightsweep über eine Textebene laufen lassen, das tatsächlich der Eindruck eines “Leuchtens” entsteht, ist es ratsam, den Effekt mit einem Rendereffekt, wie Blendenflecken zu verstärken. Um diesen Effekt ohne Zwischenschritt, in nur einer AfterEffects Datei zu realisieren, braucht man zwei übereinanderliegende Ebenen, eine Textebene mit dem Lightsweep und eine Bitmap Ebenen, oder wie hier eine Farbebene, welche den Rendereffekt trägt.
1. In der Momentaufnahme wird sichtbar, das hier nicht 1 Lightsweep, sondern 2 direkt hintereinanderlaufende sweeps animiert wurden.
2.In der Zeitleiste unten sieht man die synchronlaufenden Effekte über den beiden Ebenen, oben der Lightsweep über der Textebene und unten den Rendereffekt auf der Farbfläche, der die Blendenflecken in das Bild bringt. Erst das Zusammenspiel beider Effekte bringt die Schrift tatsächlich zum leuchten.
3. Würde man die Farbfläche weglassen, wären keine Blendenflecken zu sehen, da der Rendereffekt nicht auf die Textebene anwendbar ist und der Lightsweep, würde relativ dünn ausfallen. und viel von seinem “leuchtcharakter” verlieren.
Natürlich könnte man auch die Textebene als Zwischenschritt Rendern und anschliessend den Rendereffekt über das gerenderte Video laufen lassen, dann wäre aber der Text im Nachhinein nicht mehr veränderbar.
Deutsch “Hoch Dynamischer Bereich”, macht es möglich Kontrastumfänge in einem Photo darzustellen, wie er zu Zeiten des chemischen Bildes vollkommen undenkbar gewesen wären, was zu ungewöhnlichen Photographien führt. Dafür stehen in Photoshop zwei verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Zum Einen die Erstellung von HDR Bildern aus mehreren Belichtungen und zum Anderen die HDR-Tonung. Hier soll es um den Einsatz der HDR Tonung als Effekt zur kreativen Bildgestalltung gehen, dabei ist das Ziel der Bearbeitung nicht unbedingt eine photorealistische Darstellung. Wenn hier von Einsatz der Tonung die Rede ist, so verwenden wir als Vorlage kein Bild mit 32-Bit Farbtiefe, wie das bei einem tatsächlichen HDRI (Hight Dynamic Range Image) der Fall ist, sondern verwenden eine 8-Bit Vorlage und wenden die HDR-Tonung lediglich als Effekt darauf an.
Photorealistisch…
…oder photophantastisch?
Der sogenannte HDR Effekt beruht vorallem auf der Besonderheit HDR Bildern einen hohen Partial- oder Detailkontrast verpassen zu können, ohne den Gesammtkontrast dabei anheben zu müssen. Auf dieser Basis lassen sich aussergewöhnliche Bilder, mit zum Teil surrealistisch anmutenden Stimmungen, erstellen. Bei dem Beispiel, einer Aufnahme aus dem Landschaftsfilm im letzten Post (Dramatic Landscape), handelt es sich um die selbe Aufnahme in zwei Versionen. Beide Versionen der Aufnahmen haben den gleichen Gesammtkontrast, im unteren Bild wurde lediglich der Partialkontrast sehr stark erhöht und mit einer sog. Leuchtkontur versehen.
How to: Die HDR Tonung ist eine Korrektur. Der Dialog hierzu, kann unter Bild > Korrekturen > HDR-Tonung aufgerufen werden, wenn das Bild im RGB Modus vorliegt. Für Details, insbesondere zu den einzelnen Parametern im Dialog, soweit diese nicht ohnehin selbsterklärend sind, möchte ich auf die Adobe TV Beiträge zur Erstellung von HDR-Bildern aus einer Sequenz, von Barbara Luef und zur HDR-Tonung von Maike Jarsetz verweisen, die das sehr schön erklären.
Nachdem Godfrey Reggios “Koyaanisqatsi”, 1982, in den Kinos, seiner überwiegend intelektuellen Audience, zeitgeraffte Landschaftsaufnahmen und Cityportraits, zur Musik von Phillip Glass, als sozial- und zeitkitisches Portfolio servierte, gehörte die Nummer zunächst, auf Verkehr und Menschen angewendet, zu den Mitteln die Menschheit anzuklagen, auf Natur angewendet, zu denen, ihre Einzigartigkeit abzufeiern. Gut, das ist 30 Jahre her und im Laufe der Zeit hat es viel von dieser Färbung verloren, sodass es heute als Stilmittel, eigentlich in keiner Natur- oder Reisedoku mit künstlersischem Anspruch fehlt. Nicht ganz zu unrecht, muß man sagen, denn es ist ein spannender Blickwinkel auf Motive, die ansonsten gerne zu einer Umsetzung mit langatmigen Schwenks verführen und würde sicherlich auch vielen Urlaubsvideos zu Passagen verhelfen die, dazu geeignent sind, die Zuschauer zwischendrin aus dem Schlaf zu holen. Dabei sind sie relativ einfach, auch für Amateure herzustellen und veranschaulichen, dass es keine Frage von Hightec, sondern der richtigen Idee ist, auch tendenziell eher langweilige Motive, so umzusetzen, dass man sich die Videos hinterher auch anschauen möchte.
“Es gibt keine schlechten Sujets, es gibt nur die Qualität des Blickwickels, aus der man sie betrachtet.”
(Jean-Loup Sief)
Als Gestalter von Format, weiß man natürlich, für langweilige Bilder oder Filme gibt es keine Begründungen, nur Ausreden. Bei Profis, sind das in der Regel die Kunden, die scheiße sind, wenn einem nichts Genaues einfällt, bei Amateuren, die Ausrüstung. Frei nach der Devise: “Macht die Kamera auch gute Bilder?”;-), sitzen Amateure gerne dem Irrtum auf, dass gute Fotos, eine Frage von teuerem Equipment sind. “Eine Kamera, macht generell so gute Bilder, wie man es selbst zulässt, egal wie teuer sie ist.”
Dabei fällt mir die Geschichte, mit dem älteren Herren ein, allen Anschein nach, ambitionierter Amateurfotograf, der bei einem Aussenshooting am Potsdamer Platz in Berlin, auf mich zukam und mit einer abschätzigen Kopfbewegung in Richtung der Pentax 6×7, die ich in der Hand hielt fragte: “Und?… Warum nicht Hasselblad?” Ich entgegnete: “Na, weil die nichtmal einen Holzgriff hat”, was noch jahrelang zum Amüsement unter meinen Assistenten grassierte, selbst als die Assistenten, die live dabei waren, schon lange nicht mehr bei mir waren und wurde sowas wie die Standartabfuhr, die man sich abholen durfte, wenn man versuchte einen meiner Assistenten, mit Technical-Namedropping zu beeindrucken.
Für dieses Video hier, ist beispielsweise nicht einmal eine Videokamera notwendig. Mit den meisten digitalen Spiegelreflex- oder Systemkameras, kann man Intervallaufnahmen machen. Damit erreicht man in der Regel ohnehin bessere Ergebnisse, als mit Videokameras, da man die Foto Objektive, dafür zur Verfügung hat, die meistens eine hochwertigere optische Abbildung erzeugen, als die von Videokameras. Auch ich hab das Video genaugenommen nicht gedreht, sondern fotografiert.
Hier trägt natürlich zusätzlich noch der HDR-Effekt(Hight Dynamic Range), zur Dramatik bei. Dazu wird es aber demnächst einen gesonderten Post geben, das sprengt sonst den Rahmen. Hier geht’s zunächst um den Zeitraffer, der Dynamik in die sonst eher statischen Motive bringt.
Man mag es sich eigentlich garnicht vorstellen, aber nehmen wir einmal an, wir tun es trotzdem und stellen uns vor, ich hätte den Film ohne Zeitraffer-Effekt gedreht und statt dessen, die Motive mit der Videokamera abgeschwenkt. Uaaah,…. laaaaaaaaaaaaaaaaaaangweilig. Ich hab hier zwar absichtlich ein Sujet gewählt, das inhaltlich und formal, ansonsten kaum was hergibt, um das deutlich zu machen, aber das sind ja im realen Arbeitsumfeld, auch die Sachzwänge. Aus Nichts was zu machen.
Und wer weiß, vieleicht erinnert sich ja auch der Ein oder Andere, anspruchsvollere Foto- oder Videoamateur, wenn er im nächten Toskana Urlaub vorhat, die gegenüberliegende Hügelkette, mit der Videokamera abzuscannen, dass es immer alternative Umsetzungen gibt, hat Erbarmen mit sich und den Gästen, die zum Urlaubsvideos schauen geladen werden und greift statt zur Video- zur Fotokamera.
Mit Aufnahmeintervallen von 5-10 Sekunden, erreicht man in der Regel gute verwertbare Wolkengeschwindigkeiten. Ich hab auch Aufnahmen mit 1-3 Sekunden Intervallen gemacht, aber da laufen die Wolken zu langsam. Um die Schnitte exakt auf Ton zu setzen, kann man im Cut, die Geschwindigkeit noch exakt anpassen. Kühne Rechner haben natürlich schon überschlagen, dass der Geschwindigkeitsbereich demnach das 125-fache bis 250-fachen der Realgeschwindigkeit beträgt. Da ich aber die Ablaufgeschwindigkeit nochmal bis auf 40% reduziert habe, kommt am Ende etwa das 50 – 250 fache der Realgeschwindigkeit heraus, je nach Windgeschwindigkeit. Aber nicht nur Wolken lassen sich auf die Art in Bewegung setzen, auch Wasser in langsam fließenden Gewässern gewinnt an Dynamik. Ein lustiger Nebeneffekt sind die Wasservögel, die wie kleine Modelrennbote unterwegs sind.
Tip zur Musik!
In den 90er Jahren, gab es an der Westküste Ibiza’s das “Cafe del Mare”. Auf der Terrasse, fand sich allabendlich, die komplette Szene ein, um sich auf Liegestühlen ausgebreitet, einer wahrhaft beeindruckenden Show hinzugeben, bei der DJs durch unterlegen mit Musik, live den Sonnenuntergang zelebrierten. Nachdem die Sonne im Meer versunken war, heulten die Mädchen und die Jungs applaudierten. Die Show und die Musik, wurden weltberühmt und von den geschäftstüchtigen Betreibern des Cafes auf zahlreichen CDs vertrieben, die freilich niemals, auch nur ansatzweise, die enorme Intensivität des live Erlebnises wiedergeben können. Trotzdem eignet sich die Musik ausgezeichnet, zum unterlegen von Landschaftsaufnahmen, weil sie eben all die Facetten, die zur Untermalung eines Naturschauspiels geeignet sind, enthält.
Ein überaschender Effekt, aus der Zeit, der Entstehung des Weltalls…? Natürlich nicht! Die Inspiration dazu, lieferten allerdings die Computeranimationen, die Populärwissenschaftlichen Fernsehsendungen gerne beigemischt werden, um den Zuschauern zu veranschaulichen, wie durch Verdichtung von gasförmiger Materie, Planeten und Sterne entstanden sind. Den Ablauf könnte man in etwa als rückwärts gerichtete, langsam ablaufende Explosion beschreiben. Das Beispiele diente als Intro für das DVD Menü eines EPK(Electronic Press Kit) der Punk-Rock Band Paula Fix. Der Post zeigt, wie’s gemacht wird.
Die Überschrift bezieht sich auf die herangehensweise zur Herstellung. Ausgangspunkt ist eigentlich nicht der “Sternenhimmel”, sondern das fertige Bild. Von dort aus wird die Auflösung des Bildes rückwärts betrieben und anschliessend wiederum rückwärts abgespielt. Der Imagebrowser beginnt deshalb beim fertigen Bild und arbeitet sich dann zum Ausgangspunk zurück.
Vorraussetzung sind zwei Deckungsgleiche Ebenen mit dem gleichen Bitmap. Die untere Ebene wird zudem, mit dem Effekt CC Ball Action aus den After Effects Effektvorgaben belegt. Der Effekt zerlegt das Bild in Kugeln, welche die Farbe des entsprechenden Pixelbereichs annehmen. Über die Parameter lassen sich Zerstörungsgrad, Kugelgrösse, Kugelabstand sowie diverse Drehrichtungen, Eigenschaften und Stärken, des entstandenen “Pixelsturms” animieren.
1. Das erste Bild zeigt den Moment in dem der Layer mit dem kompletten JPEG (Ebene 1) sichbar wird. Der Übergang an dieser Stelle darf hier ruhig härte ausfallen, um diesen kräftigen "Bamm" im Sound zusätzlich Druck zu geben und die "Überraschung" zu verstärken.
Die Ausgestalltung der X-Y Drehachsen und Drehmomente ist Geschmaksache und wird hier, auch aus Gründen der Übersicht, nicht weiter ausgeführt, dazu kann jeder selbst verschiedene Experimente anstellen.
In den letzten 10 Jahren, hat sich die Fotografie tatsächlich so sehr verändert, das Computerkritiker, die anfangs noch gewettert haben, das man ja eh hinterher alles am Computer macht, mittlerweile vollkommen verstummt sind, nachdem ihnen aufgefallen war, daß sie nicht hinterher, sondern schon bei der Aufnahme den Computer in der Hand halten. Was aber nichts weiter als den Stand der Technik für die Getaltungsdisziplin Fotografie im Jahr 2012 darstellt. Als Anselm Adams für “Moorise über Hernandez….” 1957 im Labor mit Zweibad Entwicklung, partieller Nachbelichtung hier und chemischer Aufhellung dort, hantiert hat, waren die technischen Grundlagen eben chemischer und mechanischer Natur, trotzdem hat er genau das Gleiche gemacht, was heute ein Fotograf in der Nachbearbeitung macht, er holte das bestmögliche Ergebnis aus der Aufnahme herraus. Der Unterschied ist nur, das wir heute 100.000 mal so viele Möglichkeiten haben. Das da was gerettet werden muß ist natürlich Blödsinn, vielmehr ergänzen und bedingen sich die Zwischenschritte, vom Briefing bis zum den fertigen Fotos, genauso wie damals.
1. Unbearbeitet
Ich selbst, bin eher dafür bekannt überflüssige Schritte wegzulassen, wenn man mit weniger Schritten ans Ziel kommt, so habe ich in meiner 15 jährigen Karriere als Editorialfotograf, Alles auf DIA fotografiert, sogar schwarz-weiss, was sich die meisten Fotografen nicht getraut hätten, denn ein DIA muss eben exakt richtig belichtet sein, da man keinen Abzug mehr zum “retten” hat. Ich selbst bin durch eine harte Katalogfotografie Schule gegangen und kann ein Bild sicher auf 1/3 Blenden genau belichten. In den meisten meiner Veröffentlichungen, sehen die Dias auch exakt so aus, wie die gedruckten Bilder. Hier die Top 8 meiner irrtümlich für bearbeitet gehaltenen Bilder.
Kasia, Farbdiafilm 6 x 4,5 cm, unretouched. Gedruckt in: Matador
An diesen Bildern ist nichts bearbeitet, ihr einziges Geheimnis besteht darin, das sie richtig beleuchtet und auf den Punkt richtig belichtet wurden. Diese Bilder sind sogar, die komplett unbehandelten Versionen, also noch mit “Störgeräuschen” im Hintergrund, sowie ohne Beschnitt oder Freistellungen. Wie man gleich beim ersten hinter Kasia schön sieht, die Nähte in der Diffusorbespannung und unten sozusagen mit Haken und Ösen, da wird im Druck natürlich der Verlauf durchgezogen, bis auf den Boden. Soweit die Grundlagen, jetzt zu Bildern, die im Rahmen eines CIs nachträglich bearbeitet wurden.
2. Bildbearbeitung zur Integration von Fotos in ein CI.
Vorallem im Werbebereich, wird ein “kreatives finishing” der Aufnahmen immer beliebter. Die Farbgebung wird dabei meist durch ein CI der Marke vorgegeben. CI heißt “Corporate Identity” und die Anwendungsmöglichkeiten auf die Image- oder Produktfotografie, waren bis vor wenigen Jahren, eher bescheiden. Mit zunehmender Digitalisierung, wurde diese Form der Bearbeitung von Fotos mehr oder weniger obligatorisch. Fotos, die zu einer Kampagne, in einer einheitlichen optischen Klammer, die unterschiedlichen Ausführungen und Erscheinungsformen der Werbemittel zusammen halten, sind eigentlich nur ein “I”. Erst die optische Brücke zwischen Disziplinübergreifenden Markenmerkmalen, wie Farbthemen oder Stylevorgaben, machen die Identity “Corporate”. Vorraussetzung für die Übernahme eines CI, in die photografische Ausarbeitung eines Jobs ist ein entsprechendes Briefing.
Briefing “Spalter Premium Nr. 1″
Spalter Hopfen ist der Stoff aus dem Braumeisterträume sind und namentlich, einer der teuersten und edelsten Rohstoff, den er seinem Malz-Wasser Gemisch zuführen könnte, wenn ihn nicht wirtschaftliche Gegebenheiten davon abhalten, doch für die Brauerei, der Stadt Spalt, von der im Herbst beinahe nur der Kirchturm aus den Hopfenfeldern ragt, ist es eben der Hopfen, der überall wächst. Als eingefleischter Bier Kenner und Liebhaber, ist Spalt für mich seit jeher, eine Brauerei, die neben Augustiner in München und Urquell in Pilsen, seit mittlerweilen über 1000 Jahren, eines der besten Biere der Welt braut und die von einer kleinen brauereieigene Stadt umgeben ist. Soweit die Tradition.
“Spalter Premium Nr.1″ soll mit der Tradition brechen, was sich auch optisch in den Motiven der Produkteinführungskampagne manivestieren soll. Das neue Produkt ist ein spritziges Partybier, in 0,33er Flaschen, für den Konsum aus der Flasche, stehend am Tresen, daß im Segment von Jever, Becks oder ähnlichen Main-Stream Produkten, wildern soll. Die Optik und Anmutung der gesammten Produktwelt “Spalter Premium Nr.1″ ist vorherschend grün, mit warmen gold, gelb, blond und silber, ( die aller anderen Biersorten der Brauerei, sowie der Brauerei selbst ist Blau). Das Produktumfeld wird als jung, gesselig, fröhlich, selbstbewusst und kommunikativ beschrieben. 18 bis maximal 30 also für den Konsum von Alkohol “barely legal”. Für die Marke wird ein eigenständiger Look gewünscht, der sich deutlich vom Rest der traditionell in blau gehaltenen Produktpalette in Richtung Zeitgeist absetzt und mit der Kampagne, auch die neuen, für Spalter Bier ungewöhnliche “Farbigkeit”, beim Konsumenten einführen. Ebenso soll aber eine klare Trennung, zu den Marktkonkurrenten bestehen, obwohl auch die Konkurenz überwiegend in grün gehalten ist, aber schon deutlich dunkler. Das Produkt soll eine attraktive Alternative zu Becks und Jever bilden und mehr junge Frauen, den Geschmak von Bier nahe bringen, da es nicht so herb, sondern geschmaklich etwas gefälliger ist.
Man stellt sich gemischte Szenen Junger Menschen, vor, die gute Laune und Spaß haben, a la “Baccardi Feeling”.
Da die Spalter Brauerei, in gewisser Hinsicht in heutiger Zeit ein Unikat sein dürfte oder zummindest Seltenheitswert hat, gibt es noch generelle Bedingungen. Sie ist nämlich tatsächlich die Brauerei der Stadt Spalt, was bedeuted, das in Spalt das Bürgermeisteramt untrennbar, mit dem Posten als Leiter der Brauerei verbunden ist. Da der Bürgermeister demokratisch gewählt wird, bedeuted das, hier sitzt vermutlich der einzige demokratisch gewählte Brauereichef und um sich mit der Kampagne nicht den Volkszorn zuzuziehen, sind alle Belange der Brauerei, natürlich auch die Angelegenheit aller Spalter, vertreten durch den Stadtrat. Dabei sei es von großer Wichtigkeit, auch im Hinblick auf die Bürgermeisterwahlen im Herbst, von dieser Stelle ein deutliches Bekenntnis zur Stadt und der Region zu senden, was bedeuted:
1. Alle Aufnahmen müssen im unmittelbarer Umgebung der Stadt, möglichst mit fremdenverkehrsfreundlicher Wirkung fotografiert werden.
2. Alle Models müssen in der Stadt Spalt oder der Region wohnen und leben. Letzendlich sei man ohnehin nur im Umkreis von 150 km um die Stadt bekannt und die lokale Biertrinkergemeinde würde eher das klare Bekenntnis, zu lokalen Ressourcen zu schätzen wissen als besonders bekannte oder teuere Models und so der Marke ein positives Image verschaffen.
“Welt ohne Blau” die Farbe für die Fotos, liefert ein Photoshop-Droplet, das wir einfach so genannt haben, wie es wirkt: “Silversky”.
Es besteht aus drei Grundfunktionen: 1. Schwellenwert, trennt kalte und warme Bildteile. 2. Kanalmixer, wandelt in den kalten Bildteilen alle Blautöne in Silber- bis Grüntöne. 3. Gradationskurven, richten am Ende den Kontrast, wieder “gerade”. Die Bilder sind dabei nach wie vor “farbig”, allerdings sind sie jetzt nicht mehr einfach nur “bunt”, sondern sie erhalten Ihre Farben aus der Farbpalette des CIs. In der Flut anderer Fotos, heben sie sich damit besser ab und weisen gleichzeitig auf das Produkt, für das sie stehen. Hier nochmal die Farben des CI: grün, mit warmen gold, gelb, blond und silber und ohne die Bearbeitung, wäre die Aufnahme hier neben dem Text, logischerweise vorherschend in blau. Die Bilder stammen aus dem Jahr 2007 und wurden mit PS CS4 bearbeitet, in CS5 stehen deutliche feinere und gegenüber der CS4 Version verbesserte Werkzeuge zur Farbbehandlung zur Verfügung, deshalb würde man in CS5, eine andere Funktionsauswahl, für ein solches Dropplet wählen.Ausserdem gilt generell, Farbempfinden sind äusserst Subjektiv und die Möglichkeiten, Farbgebungen zu verbalisieren, sind im Vergleich zu den realen Möglichkeiten extrem dünn. Wenn also hier steht Blautöne in Grüntöne verwandeln, kann das auch z.B. bedeuten: “Blauwerte in den Lichtern, neutraler, in den Mitten grünlicher und in den Tiefen mit viel Dynamik und wenig Sättigung steuern.” Die Beschreibungen geben grob die Richtung an, wie man vorhgehen kann und sind als Denkanstoß für eigene Experimente zu verstehen.
Falls doch jemand “Blau” entdeckt: Aus dem E-Mail Verkehr, den ich mit der Grafikerin hatte, kann ich entnehmen, dass es 2007 scheinbar auch noch eine Diskussion war, das so ein Himmel natürlich unrealistisch ist, was dazu führte, dass man einen Kompromis gegangen ist, deshalb fällt die “Welt ohne Blau”, nicht so “ohne Blau” aus, wie ich das ursprümglich vor hatte. Mittlerweilen haben sich aber die meistens ADs daran gewöhnt, Fotos nicht mehr als “Abbild des Realen”, was in der Werbung ja schon immer grotesk war, sondern als das zu betrachten, was sie in diesem Kontext sind, Illustrationen. Bei einem Illustrator hätte sicher Niemand, auch nur einen Gedanken verschwendet, wenn er für die zeichnerische Umsetzung der Aufgabe, einfach die vorgegebene Farbpalette benutzt hätte, was ja vor den Expressionisten auch noch anders gewesen wäre.
Eine Sache, war sofort klar, es ist wirklich eine Brauerei mit angeschlossener Stadt, dabei hab ich das immer als Witz verstanden und da die Kampagne seit 5 Jahren läuft, kann hier nachgereicht werden, der Bürgermeister sollte Recht behalten, mit seiner Einschätzung zur Jugend und zu seinem neuen Produkt.
Die Kampagne wurde ein Erfolg, das CI der Fotos, hat sich als “Premium Nr.1 Optik”, in den Köpfen der Menschen im Streubereich durchgesetzt und die Jugendlichen aus der Umgebung, haben genau so funktioniert, wie es der Bürgermeister prognostiziert hat. Die Spalter Brauererei hat den Landkreis mit Premium Nr.1 geflaggt, ob als Fahne, oder als Bandenwerbung für Kirchweihen und Bierzelte, wie mit diese Bildstreifen, die original 2 meter breit sind.
FHM-Need for Speed Kalender-2011: CI Vorgaben durch internationale Markenwächter.
Bei den Bilder für den FHM-Need for Speed Kalender-2011, kamen die strengen CI Vorgaben direkt von Electronic Arts (EA) aus den USA. Die Tonality und Farbgebung, wird vom Spiel vorgegeben und die Bilder müssen sich dem Markendiktat unterordnen, EA sind Amis, da passt in der Regel sogar die Unterhose des CEO zum CI. Dementsprechend exakt definiert war das Briefing, ein großer Teil davon, beschäftigten sich mehr oder weniger damit, wie nackt zu nackt und wie wäschig zu wäschig oder nicht genug wäschig ist. Zudem wollte aber auch FHM sich in irgendeiner Form wiederfinden, das war einmal durch den Einsatz der Models gegeben, andererseits sollte auch eine “FHM – like ” Fotografie, dem Rechnung tragen. Kommt erschwerend hinzu, dass in diesem Fall Jeder, und das heißt hier tatsächlich Jeder, zwischen 17 und 28, bereits eingehend mit dem CI vertraut ist und das will hinterher, von Jedem erkannt werden.
Um nicht den Umfang zu sprengen, Briefing nur in wesentliche Auszüge aus dem E-Mail Verkehr während der Konzeptionsphase, soweit es hier im Kontext steht.
Von EA: ….Outfits: Cop: Anbei das Logo der „Seacrest County Police”. Gibt es die Möglichkeit das Logo entweder auf das Outfit zu sticken oder nachträglich digital anzubringen? Etwaige andere Police-Badges auf den Outfits müssten dann vorher entfernt werden. Racer: wie auch für das Cop-Girl gilt hier: keine Unterwäsche oder Bikinis, sondern sexy und nicht billiges Outfit. Bitte auch nichts mit karierten Flaggen, da wir es hier nicht mit einer Rennsimulation zu tun haben.
Motive: Grundsätzlich haben wir hier strenge Guidelines unserer amerikanischen Marketing-Kollegen zu beachten, die über die Marke Need for Speed wachen. Die Bilder sollen natürlich sexy sein, dürfen grundsätzlich aber nie billig rüberkommen.
Dont’s: Räkeln auf der Motorhaube, Unterwäsche, Bikini, eindeutig/zweideutige Posen
In Need for Speed Hot Pursuit dreht sich alles um extrem schnelle Verfolgungsjagden zwischen Cops und Racern in den heißesten Autos. Diese Challenge zwischen den beiden Protagonistinnen sollte auch in der Bildkomposition jederzeit rüberkommen. Einen guten Überblick über das Spiel und die Sprache gibt folgender Trailer:http://www.youtube.com/electronicartsde#p/search/0/iO4w5X02ITg.
Posen, die wir uns gut vorstellen können: Fahrzeugkontrolle, „softe “ Verhaftung, Verfolgungsjagd mit Wind im Haar, Cop-Girl schminkt sich im Autospiegel…
Visualisierung der CI-Farbstimmung als "mood"-Bild.
Konzept:
Natürlich ist eine Frau hintern Steuern, genau das was sich Jungs gerne an die Wand hängen (wenn schon im Auto dann vieleicht horizontal, auf der Rückbank) . Wäre aber leider eindeutig, eindeutig. Evtl. noch auf dem Bike. Es wird einigermasen brutal, da 12-20 gute Motive zu machen, die man sich als Kalender vorstellen möchte….
… es wirkt schon im Ansatz verkrampft, wenn man auf Interaktion mit den Autos geht. Wie sollte man auch verkaufen, das die Mädchen halb nackt Rennwägen auftanken, da machst du Dich nur lächerlich. Zielflagge und Rennatmo ist hier natürlich genauso schwachsinnig. Man muß die ja nicht billig auf der Motorhaube räkeln, aber ich glaub wenn wir versuchen würden, hier Fahrzeugkontrolle oder ähnliche Handlungen reinzubringen landen wir bei TÜV-Rheinland Kalender oder gehen total ein. Meiner Ansicht nach, fahren wir am besten, wenn wir diese Nacht & Blaulicht Optik, z.B. mit den Gegenlicht Kreisen einbauen und so eine Art Nightlife Erlebniswelt transportieren, mit einem Hauch von gefährlichem Lifestyle. Dazu gehört natürlich die einfache Schminkszene im Rückspiegel, evtl. das doppel mit der Verhaftung, aber eben auch einfach gut geposte Sachen. Aber da kann die dann halt super aussehen und eine Super Figur haben, hinterm Steuer, wird sie die nicht haben. Vom Gefühl her, ein ” Nachtdreh für Cobra 11″, mit leichte Comic Touch, wie bei Batman. Da würden auch die Polizei Batches von denen Super dazu passen. Diese Blau-Roten Bullenlichter und das etwas Twigh-lightige daran, hat ja durchaus Erotik und es kann praktisch nicht billig werden, …..
EA sagt dazu: “..genau so!” …na denn,… kommt hier die Motivauswahl:
Hier ist es, das Beispiel, wo buchstäblich Alles hinterher am Computer gemacht wird. Das liegt hier zum Einen an ganz banalen Sachzwängen: 1. Ein Blaulicht, müsste man in eine Blitzaufnahme nachträglich einbelichten, bei Modelaufnahmen natürlich Blödsinn, also montieren. 2. Die Nachtatmosphäre kann real fotografiert werden, wäre aber viel mehr Aufwand als das in der Nachbehandlung zu tun. 3. Die Autos müssen die Aufkleber aus dem Spiel haben, also montiert werden, da sie real nicht existieren. Selbiges gilt für die Polizei Buttons auf den Mützen der Mädchen. Zum Anderen ist CI gebend ein Spiel also ein Comic, daher ja bewußt ein Comic Touch gewünscht, der auf jeden Fall durch die Bildbearbeitung zugefügt werden muss.
Technik: Hell und dunkel, werden über den Schwellenwert getrennt, dazu kopiert man sich einen Kanal, der die gewünschte Trennung am ehsten enthält und wendet “Schwellenwert” auf diesem Kanal an. Den getrennten Kanal als Auswahl laden und die Auswahl weichzeichnen, so das die “leicht fleckige” Nacht-Beleuchtungs Optik entsteht. Die dunklen Teile, also “Nacht-Schatten” ins “kalte” ziehen, die hellen also Nacht-Lichter ins “warme”. Im Nacht-Schatten Bereich, die Sättigung soweit reduzieren, das es “gut” aussieht. Wenn man das richtig gemacht hat, sollte es jetzt notwendig sein, die Lichter mit den Gradationskurven oder ähnlichem kräftig anzuheben. Die Lichter des Autos, werden über Ebenen Stile zum Leuchten gebracht, dazu Kreise in beliebiger Farbe auf eine seperate Ebene über die Scheinwerfer zeichnen, das leuchten, kommt durch den richtigen Ebenenstil. Die Spots wurden mitfotografiert. Um noch dicker aufzutragen., Filter > Renderfilter > Blendenfleken, um die Blaulichter des Ploizeiwagens setzen. Um die Bearbeitung hinzubekommen, muss beim fotografieren, darauf geachtet werden, das der Hintergrund der dunkelste Teil des Bildes ist. Wir haben die Bilder tatsächlich in einer weißen Hohlkehle fotografiert, das kann man machen, solage der schwarze Teil des Wagens, in den Aufnahmen heller ist, als der Hintergrund. Da das einzige Auflicht in den Szenen, das auf die Models ist, ist einzig der Abstand der Models von der weißen Hohlkehle relevant für die Helligkeit des Hintergrunds. Da meistens die Autos zwischen Models und Hintergrund stehen und das Licht bekanntlich im Quadrat zur Entfernung abnimmt, war eigentlich immer ein so großer Abstand zur Hohlkehle, das es kein Problem war, sie einfach weiß zu lassen. (wieder nach dem Prinzip, mit so wenig Aufwand wie möglich ans Ziel zu kommen. Man kann sie mit mehr Aufwand natürlich auch dunkel streichen. Hinterher aber wieder weiß, gell. ). Die Auswahl wird natürlich farbkorigiert an den Kunden abgegeben, denn aus den Raw-Daten, kann er hier keinen Eindruck gewinnen. Alle Zusätzlichen Gags, wie Blaulichter, ect. werden aber nur in die vom Kunden ausgesuchte Endauswahl eingebaut, klar oder?
Wer wissen will, für welche Bilder sich EA letztendlich entschieden hat, kann hier alle Kalenderbilder sehen. Hier gibts einen Eindruck von der Produktion, wie das Studio bei den Aufnahmen aussah. Das komplette Material, Kalender, FHM Editorial, 2nd Choice und verschiedene Trailer Versionen gibt’s auf meiner Fotografen Seite, unter N4S.
Tips! Erste wichtige Grundregel ist: Härter machen kann man Bilder immer, sogar verlustfrei, doch weicher machen, kann man sie nie, Dinge die nicht gezeichnet sind, sind weg, unwiederbringlich. Wer mit Kanalmixer arbeitet, muß zudem bedenken, das er die Kanäle nicht so mischt, das auf einem Farbkanal eine Deckung von über 100% zustande kommt. Früher in einer Druckerei hätte man gesagt, sonst steht die Farbe auf dem Papier. Der Effekt ist hier ähnlich, man erzeugt auf die Art, ganz fürchterliche Abrisse in den Verläufen. Ist das Endprodukt gedruckt, kann ich nur raten, die Bilder vor dem Kanal-mischen in CMYK umzuwandeln und diese zu mischen. Anschliessend wieder zurück in RGB, damit ist sichergestellt, dass die gemischten Farben, in irgendeiner Weise auch in CMYK darstellbar sind, denn das RGB Farbmodel, kann 1000 mal soviele Farben darstellen, wie das CMYK Model, d.h. die Chancen stehen ziemlich gut, genauer gesagt 1000/1, dass man beim Mischen von Kanälen in RGB, in Bereichen rummischt, die schlicht nicht druckbar sind. Der Kanalmischer ist kein einfaches aber ein mächtiges Bearbeitungstool. Setzt aber vorraus, das man die Farbmodelle(additiv und substraktiv) beherscht. Einsatzgebiet reicht vom elimieren einer Farbe bis zum eliminieren aller Farben, bis auf einer. Reines Schwarz/Weiss auch coloriert, lässt sich mit Bild > Korrekturen > Schwarzweiss aber leichter herstellen. Kanalmischer gibt es auch in After Effects, zur Bearbeitung von Videos, allerdings gibt es dort zum eliminieren einzelner Farben auch noch andere, einfacher zu handhabende Werkzeuge.
Wer iMovie zum schneiden einer Slideshow verwendet, sollte zum rendern auf jedenfall Quicktime verwenden, das Rendering der Mediathek ist gnadenlos totkomprimiert und so abartig schlecht, daß selbst die Eignung, zur Darstellung auf modernen Smartphone Displays, in Frage gestellt werden muss.
Bei den Beispielen, war ich zwar der Fotograf, aber zur professionellen Umsetzung solcher Jobs bedarf es natürlich auch noch anderer kreativer Mitarbeiter. Daher, Credits:
Es ist kurz nach 10 Uhr morgens und das Thermometer vor dem Westfenster meines Studios in Mailand zeigt bereits 30 grad, während sich im Flur, im Treppenhaus und im Hof gutausehende junge Frauen einfinden, um auf die 180 sekunden zu warten, in dene sie irgendwann an diesem Tag, einzeln durch die stählerne Studiotür kommen und mit schönen, langen Beinen an den Tisch treten, wo sie Ihr Buch, an den Kunde übergeben, der vielwissend lächelt und sie von oben bis unten mustert, der AD stellt ein paar Fragen, von denen er sich verspricht etwas über das Mädchen in Erfahrung zu bringen, was ihm helfen soll, die richtige Wahl zu treffen. Sie bantwortet alle Fragen und zeigt ihre perfekten, weissen Zähne beim lachen. Ich sitze nicht am Tisch, weil ich jetzt gleich eine Aufnahme von dem Mädchen machen werde, Ich schau mir auch kein Buch an, sondern dem Mädchen zu, wie sie ihr Haar hin und herwirft, währen sie lachend die Fragen beantwortet, die sie gestellt bekommt. Steven, mein Assistent, geleitet wie immer charmant und zurückhaltend die überdurchnittlich attraktive junge Frau, mit dem perfekten Po und perfekten Oberweite, zur Modelgarderobe. Die Hübsche, die in Mailand zwischen 15 und 30 Castings am Tag durchzieht, braucht nicht einmal 1 Minute, bis sie in Unterwäsche, mit samtig glänzender Haut und makeloser Figur vor die Tüt tritt. Ich nehm wortlos meine Kamera auf, was für sie das Zeichen ist, sich hinzustellen, warte bis sie den Kopf hebt, um mir durch eine kurzen Blick zu signalisiert, ein ordentliches Bild zu machen und mach genau eine einzige Aufnahme, wobei ich noch bevor das Kontrolldispay auf der Kamerarückwand das Bild anzeigt, an dem ich nur kurz überprüfe das es da ist, ob ich sie für den Job nehmen würde oder nicht. Ich bedanke mich bei Ihr, das sie sich die Zeit genommen hat, bei uns vorbei zu kommen, sie bedankt sich das sie eingeladen war und verschwindet in der Garderobe. Eine Minute später kommt sie angezogen und gepflegt wieder heraus, wir quatschen 3 Sätze, bevor sie erneut an den Tisch tritt, ihr Buch wieder bekommt und lächelnd noch ein paar Fragen des AD beantwortet. Sie bedankt sich beim Kunden und beim AD und dann verschwindet ihre perfekte Figur, durch die Studiotür, wo im selben Moment eine gutaussehende junge Frau durch die Tür kommt und mit schönen, langen Beinen an den Tisch tritt, wo sie Ihr Buch…….usw. usw. Das Casting.
Die Auswahl:
Um sich für ein Model zu entscheiden, braucht es etwas Phantasie und Vorstellungskraft, sich das Model im Sujet der Aufnahme vorzustellen. Das musste an diesem Tag auch unser Kunde erfahren, der als nach 200 hübschen jungen Mädchen, endlich keine mehr vor der Tür wartete, mit hochgeschlagenen Hemdsärmeln und gelockerter Krawatte auf den Berg Setcards vor sich starrte, wo er auf ungefähr 70 von ihnen handschriftlich notiert hatte: “Schöne Beine, gute Figur, schöne Brust” und der AD und ich, ihn darauf Aufmerksam gemacht hatten, dass die von Ihm notierten Eigenschaften genaugenommen auf alle 200 zutreffen, die wir heute gesehen haben, denn da es sich um ein Wäschecasting handelte, wären das in etwas die Vorraussetzungen gewesen, am Casting teilzunehmen.
Sieht man sich den Casting-bogen im Überblick an, wird relativ schnell klar, wer sich in Unterwäsche bewegen kann und wer nicht. Es gibt einfach Models, die stellen sich da hin und stehen perfekt, auch ohne lange Erklärungen. Z.B. Nr.19, Lori(haben wir fotografiert, ist aber hier unten nicht in den Beispielen dabei), ist relativ klein, aber steht perfekt, weil sie genau so frech und süss ist, wie sie da steht und mit dem richtigen Styling und Make up sieht sie einfach atemberaubend süss aus und andere, gleich daneben z.B. nr.20, wird auch nach 500 Versuchen und tausend Erklärungen, nicht so dastehen, das man ihr abnimmt, das sie sich wohlfühlt, in dem was sie da trägt.
Eine Grobauswahl kann man glatt durch überfliegen des Bogens vornehmen: 1. Reihe 3,7,12 alle anderen vielen Dank. 2. Reihe: 15, 19,21,23,24, Reihe 3: wird besser 30,31,32,33,34,35 38,39,40 Reihe 4: Alle bis auf 47,50 54 und 56 und unterste Reihe Alle bis auf 70. Mit der Erfahrung aus hunderten von Wäscheshootings, formuliere ich das mal so, das Problem bei so einem Shooting ist, am Aufnahmetag, hupfen 15 Leute rum, der Kunde, der für den Tag über den Daumen 25.000.- € auf den Tisch blättert, nöhlt permanent dazwischen, das er hier sein Bündchen nicht sieht und da der Aufdruck verdeckt ist, wenn du Glück hast, oder es um wichtige Sachen, wie Kampagnen geht, kommen die Kunden gleich zu mehreren zum Shooting, weil dann jeder was weiß, was es noch zu beachten gibt und da liegt für dich der Fokus. Wenn dann das Model nicht in der Lage ist, einfach so, ohne ausfühliches Briefing, in Wäsche vor einer Tür zu stehen, das es nach was aussieht, wird das ein Tag, den du im Leben nie wieder vergessen wirst, der Tag an dem dir klar wird, wo in diesem Job der Himmel aufhöhrt und die Hölle anfängt. Deshalb wird das so, ohne jede Ansage, mit einem Schuß entschieden.
Nun, wir haben unserem Kunden letzlich geholfen sich zu entscheiden und fotografierten Sarah, Andrea, Bond, Moran, Lucy, Magda und Nayanna, mit folgenden Ergebnisen. Du kannst deine Phantasie und Vorstellungskraft testen, indem du versuchst, die Mädchen, auf den Photos, ihren Nummern beim Casting zuzuordnen ohne die Untrerschrift zu lesen. Der Casting-Kontaktbogen öffnet bei Klick für eine genauere Ansicht, in einem neuen Fenster. Und bevor ichs vergess, die Mieze nr.63 läuft ausser Konkurrenz.
(Sarah ist einfach nr.59, Andrea nr.49, Bond ist nich ganz so einfach nr.7, Wer Moran findet ist sowas wie der Ober-checker, fast unmöglich! Moran ist nr.30, Lucy ist nr.48, Magda kann man direkt am Posing erkennen,auch ohne Gesicht, nr.24 und Nayana nr.31)
Da unsere Headerbilder scheinbar die Aufmerksamkeit von Einigen erregt haben, können wir ihnen auch einen Post einräumen. In der Tat ist das Panorama View Project aus der Notwendigkeit, Headerbilder im Format 3000 x 322 px zu brauchen, entstanden, da die Möglichkeiten auf bestehendes Bildmatrial zurückzugreifen, das sich sinnvoll auf dieses Format beschneiden lässt, geschweige denn in diesem Format vorliegt, gegen Null gingen. Zudem wollten wir Headerbilder, die auch einen inhaltlichen Sinn ergeben und nicht durch den Beschnitt zu einer mehr oder weniger dekorativen Abstraktion von Irgendwas verkommen. Mit den Panorama Views, haben wir nicht nur die Möglichkeit auf diesem Format zu sinnvolle photografische Kompositionen zu erstellen, wodurch sich zahlreiche Möglichkeiten eröffnen, den Platz kreativ und aufmersamkeitsstark zu nutzen. Das Feedback auf die Bilder scheint zu bestätigen, das es funktioniert.
How To: Die Views in Photoshop mit Photomerge erzeugen. Unter Datei > Automatisierung > Photomerge kann der Dialog zur Erstellung aufgerufen werden. Darin wird der Bilderstapel definiert, der verechnet werden soll und Parmeter für die Berechnung der Perspektive definiert. Die Möglichkeiten sind anhand von Ikons berschrieben und ohnehin überschaubar.
How To: Stapel für die Berechnung fotografieren. Schwieriger ist es tatsächlich einen Stapel Bilder zu fotografieren, der die gewünschten Ergebnisse liefert, bzw. überhaupt ein Ergebnis liefert. Man muss bei der Drehung darauf achten, dass der jeweils linke Bildrand des nächsten Bildes, am rechten Bildrand des vorherigen Bildes eindeutige Teile hat, die übereinstimmen, andernfalls bricht das Photomerge ergebnislos ab. In diesem Fall hilft dann nur erneutes fotografieren, mit veränderten Drehwickeln. Ich empfehle die Methode die ich angewendet habe. Try & Error. Eventuel kann es Hilfreich sein, den Erfahrungsbericht unten zu lesen, bevor man mit dem "Try" beginnt.
Die Views sind dekorativ, effektvoll und sehr Illustrativ, aber im Sinne von "Information zur direkten Vermittlung eine Raumsituation", wie sie im Kontext von Präsentationsmaterial für Architekten wünschenswert wäre, muß man sie eher als netter Gag, neben den normalen Architekturaufnahemen betrachten. Es mag ein gewisser Gewöhnungsprozeß durchlaufen werden, bis ein menschliches Gehirn die 360Grad Abwicklung einfach auflösen kann. 180 Grad sind gerade noch so erfassbar, aber selbst Leute, die täglich an den abgebildeten Locations vorbei kommen, erkennen sie auf den 360Grad Views nicht oder erst nach längerer Betrachtung und sind auch nicht auf Anhieb in der Lage zu beurteilen von wo die Aufnahme gemacht wurde. Für die Visualisierung der Aufnahmen auf Location, gilt dies natürlich ebenso umgekehrt. Gerade bei den 360Grad Views sollte man damit Rechnen, eine Location mehrmals aufzusuchen, bis die vom Computer berechnete Ansicht und die virtuellen Abwicklung des Raums, wie man sie bei der Aufnahme im Kopf hatte, das Gleiche zeigen. Ein bisschen einfacher ist es bei symetrischen Kompositionen, weil man sich da leichter analytische Brücken bauen kann
Visualisierungs Beispiel1: "symetrie 1" und "symetrie 2". Die beiden Tunnelbögel links und recht liegen sich gegenüber. D.h. steht man mit dem Gesicht zum rechten Tunnel liegt der linke Tunnel direkt hinter einem in engegengesetzter Richtung. Das kann man analytisch durchaus so erfassen aber wer das beim Betrachten der Bilder, direkt so wahrzunehmen vermag lügt entweder oder leidet an einer Inselbegabung für räumliches Vorstellungsvermögen.
Visualisierungs Beispiel 2: Wiederum "symetrie 1" und "symetrie 2". Stellt man sich so hin, das die Symetrieachse der Bilder genau mittig vor einem liegt, dann liegen die kleinen Treppen jeweils am rechten Bildrand nochmal, genau wo?
Visualisierungs Beispiel 3: Jetzt mal zum Vergleich "asymetisch 1". Du stehst so, dass du geradeaus, direkt durch den Bogen leicht links von der Bildmitte schaust. Jetzt hab ich leider einen Moment nicht aufgepasst und weiß nicht wo mein Hund abgeblieben ist. Weißt du's? Links neben dir, rechts neben dir, links hinter dir, rechts hinter dir oder direkt hinter dir? (Klick das Bild an, für die Originalgrösse und anschliessen nocheinmal mit der Lupe auf das Popup für eine komplette vollformat Ansicht).
Beide Aufnamen wurden an den gegenüberliegenden Brückenköpfen, aber mit dem gleichen Abstand zur Brücke aufgenommen, Bei Fat Bow 2 wurden die Einzelaufnahmen nicht wie bei Fat Bow 1 als Querformate aufgenommen und quer aneinander gesetzt, sondern die Einzelbilder im Hochformat fotografiert und dann Quer aneinander gesetzt. Warum sollte ich sowas tun? Ich wollte den "fetten" Eindruck der steile Perspektive in Fat Bow 1, für die Nachtaufnahme noch einmal steigern. Um zusätzlich Dramatik in die Szene zu bekommen mußte die Perspektive im Vergleich zur Tagaufnahme noch extremer übersteigert werden und durch die Wahl des Hochformats für die Einzelbilder, konnte ich die kürzeste Brennweite, die ich hatte, nocheinmal um 1/3 ihres ursprünglichen Wertes verkürzen. Da für die Berechnung der Normalbrennweite, bei der rotierenden Aufnahmetechnik, nicht die Breite des Einzelbildes, sondern die Breite der kompletten Rotation relevant ist und bekanntermasen immer gleich 360grad beträgt, bewirkt allein die größere Höhe des Aufnahmeformats, eine Verkürzung der Brennweite. Da bei einem 2/3 Aufnahmeformat, zwischen Quer und Hochformat, die Höhe um 1/3 vergrössert wurde, läuft das auf eine Verkürzung der Brennweite um 1/3 hinaus. Um Format und Rotation so zu konzipieren, das genau 2 Fotos nebeneinander wiederum das Formatkriterium des Headerbildes erfüllen, wurden beide Aufnahmen am Ende in der Breite beschnitten, wodurch von den 360grad nur etwa 270grad übrig bleiben. Verwendung im Header erfolgt dann einfach paarweise, was wahrscheinlich auf Kontraste hinauslaufen wird, Hell & Dunkel, Kalt & Warm, Tag & Nacht etc. ….
Erfahrungsbericht: Für die Nachtaufnahme von Fat Bow 2 hab ich bestimmt 10 Versuche gebraucht, denn je steiler die Perspektive wird, umso schwieriger wird es den Merge zu berechnen und die Anschlüsse zu erkennen. Ich stand bei der Aufnahme keine 3 Meter vor dem Brückenbogen, das heißt die Brücke lief extrem steil auf mich zu und der Moment zwischen "Brücke ganz weit weg" und "Brücke direkt vor mir" findet innerhalb einer Drehung um höchstens 10 Grad statt, dabei verändert sich die Perspektive des Bogens schon bei minimalen Drehungen derart stark, das es mir eigentich schon eher ein Rätsel ist, das die Software den Bogen überhaupt noch zusammensetzen konnte und genau dieser erste Bogen, war auch bei allen Fehlversuchen das Stück das er nicht zusammensetzen konnte. Das Ergebnis ist auch interessannt, dadurch das der Bogen keinen Anschluss hat, ist es natürlich der Bildrand. Daher wird der rechten Teil der Brücke an den linken Rand und den linken Teil der Brücke an den rechten Rand definiert, das Bild wird dann in der Mitte mit dem Teil verbunden den man im Rücken hat, wenn man auf die Brücke schaut, auch das ist selbstverständlich ein absolut korrekter 360Grad Roundshot, wenn auch nicht unbedingt der, den ich mir Vorgestellt hatte. Die Lösung waren zwei weitere Zwischenbilder an dieser Stelle, was die Perspektivenänderung soweit abgemildert und klarer definiert hat, das dann der Bogen zusammenzusetzen war. Im Gensatz zu den 360Grad Produkt Rotationen, bei der konsequent die gleichen Winkel zwischen den Aufnahmen sein müssen ist es hier besser man verändert die Rotationswinkel, während der Drehung dahingehen, dass man die Drehwinkel verkleinert, wenn das Motiv näher kommt, also die Perspektive steiler wird.
(Beispiel 2 Richtig. Direkt hinter ihrem Rücken… Das klappt ja schon ganz gut. Beispiel 3 Richtig: Ich geb zu es war ein bisschen fies weil der Hund 3 Mal im Bild ist. Trotzdem richtig, der Hund bewegt sich von direkt hinter ihnen nach links hinter Ihnen. Aber man merkt doch, das die Analyse der räumlichen Situation ohne Symetrie deutlich schieriger wird, weil die Modele die wir im Kopf haben um die Situation zu analysieren z.B. Uhr nicht so leicht auf das Bild zu übertragen sind, wie bei einem symetrischen Aufbau.)
Stellt man Modefotos her, besteht das Arbeitsergebnis, in der Regel aus Sets. Bei mir waren das in der Regel 200-300 Einzelaufnahmen, von einer Einstellung. Ich kenn allerdings auch Fotografen die auch gerne mal 2000 Bilder pro Set ballern.
Diese Sets spiegeln in der Regel den Bewegungsablauf des Models während den Aufnahmen wieder und lassen so für den Betrachter einen Blick durch die Kamera des Fotografen zu, der bei weitem mehr zeigt, als das eine finale Foto. Als Film zusammenmontiert, versetzt es einen sozusagen in’s Auge des Fotografen und zeigt, je nach Arbeitsweise, den “Tanz” zwischen Fotograf und Model oder den “Tanz” des Models vor dem Fotografen, der sich während des Shootings abgespielt hat.
Achtung Jugendverbot. Dieser Film ist leider erst ab 18, wer den Link anklickt muss daher mindesten 18 Jahre alt sein!
Allerdings ist so ein Film nur machbar, wenn… da eben nicht jede Menge Ausschuss in den Sets enthalten ist. Ausschuss sind Bilder, die wegen eines blöden Gesichtsausdrucks, eines Liedschlags oder auch einfach weil sie nicht vorteilhaft getroffen sind, nicht zu verwenden sind. Während meiner Zeit als Mode- und Modelfotograf, habe ich doch einige Models fotografiert, so dass ich ca. 100.000 Fotos, in Sets, im Archiv liegen habe, aber die wenigsten davon waren dazu im Stande, ein Posingrepertoire abzurufen, das Sets liefert, welche zur Herstellung eines solchen Films benötigt werden. Wenn man von einem Model nur jedes 30ste Bild brauchen kann, wird’s nämlich leider nix mit der Bewegung. Was allerdings nichts über die Qualität eines Models generell aussagt, denn auch wenn man von einem Model pro Set immer nur ein paar wenige Bilder brauchen kann und die sind dafür aber richtig gut, ist das Model natürlich auch super, denn in der Regel reicht ja “das Eine” pro Set, oder ein paar wenige um dem Kunden eine Auswahl vorlegen zu können. Der Rest verschwindet normalerweise für immer in irgendeiner Ablage, wenn nicht jemand Jahre später auf die Idee kommen würde einen Film draus zu machen…
Beim durchforsten meines Archivs nach brauchbaren Material war ziemlich schnell klar, dass die brauchbarsten Sets nicht von Fashion Models waren, sondern von Glamourgirls. Von den allermeisten Mädels, waren von so einem Set aus ca. 250 Bildern etwas 30-50 Bilder verwendbar, das ergibt maximal 2 sec. Film, also nicht zu verwenden. Dann gibt es noch die, bei denen zwar theoretisch 150 Bilder zu verwenden wären, aber keine Bewegung stattfindet, also auch Nichts. Die mit Abstand besten Sets, sind von den Porn-girls Milli Jay, Anetta Keys und deren Freundinnen, die wir als Jugendfreie Version, für die deutsche FHM in Prag geschossen haben und die auf 200 bis 300 Bildern pro Set, zum Teil nicht ein einziges Ausschussbild enthielten und die hatten es ganz nebenbei noch drauf, sich dabei auszuziehen. Von Anetta Keys, gibt es ein Set mit über 800 Fotos komplett ohne jeden Ausschuss, noch nicht mal einem Liedschlag. Daher habe ich mich dazu entschlossen, dann den Film eben in einer nicht jugendfreien Version(FSK18), zu machen.